1. #writingfriday im Juni
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1. #writingfriday im Juni

Dieser Artikel ist im Rahmen der Writing Friday Challenge von read books and fall in love entstanden.
Gwenny hatte nun endlich begriffen, dass sie weg gehen musste.

„So kann es einfach nicht weitergehen.“
Noch während sie ihren Koffer packt hört sie den Schlüssel. Er kommt heim. „Verdammt“, denkt sich Gwenny, „eigentlich wollte ich doch schon weg sein, wenn er kommt.“ Langsam dreht sie sich um und sammelt all ihre Kraft. Noch schnell fliegt ihr Blick prüfend über die Koffer.
„Alles fertig gepackt. Er kann mich nicht aufhalten. Er wird mich nicht aufhalten! Es ist vorbei.“
Sie hört Schritte hinter sich und dreht sich um. Er steht hinter ihr. Seine Schultern hängen traurig herab, sein Blick ist wissend. Da ist es dieses warme Gefühl in der Brust, welches sie jedes Mal bekommt, wenn sie ihn sieht.
„Jetzt nicht. Ich ziehe das durch. Es ist zu viel passiert, er hat zu viel gemacht.“
Langsam hebt sie ihren Blick und schaut ihn an. Eigentlich muss sie nichts sagen. Er weiß genau was los ist.
„Es ist aus,“ flüstert sie leise und fängt seinen Blick erneut auf.
„Ich kann es nicht fassen, dass ich das gesagt habe, aber ich habe es gesagt! Endlich.“
Mit zittrigen Fingern greift Gwenny nach ihrem Koffer. Energischer als nötigt setzt sie einen Fuß vor den anderen. Sie hat Angst, dass er sie doch noch aufhält. So wie letztes Mal und das Mal davor und das Mal davor. Er bleibt wie angewurzelt stehen, als könnte er es nicht fassen oder als denke er, dass sie es nicht durchzieht. Als sie an an ihm vorbei geht, merkt er, dass es dieses Mal anders ist. Seine Arme strecken sich nach ihr aus. Als könnte Gwenny sich an seinen Armen verbrennen, weicht sie aus. Wieder sieht sie ihm in die Augen und dieses Mal ist da nicht nur eine Traurigkeit. Er ist erschrocken. Er hat Angst. Er hat endlich begriffen, dass es vorbei ist.
Er hatte eine andere Reaktion von ihr erwartet. Eine Reaktion wie die letzten Male. Da hat sie sich in seine Arme fallen lassen und ihm vergeben.
„Wohin willst du denn gehen? Du hast doch gar niemanden. Deine Familie magst du nicht und Freunde hast du auch nicht wirklich. Du hast nur mich!“, da ist neben der Traurigkeit auch eine Härte in seiner Stimme.
Und endlich hat Gwenny es begriffen. Sie muss gehen.

Wenn Gauland eine Frau wäre
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Wenn Gauland eine Frau wäre

Da wird einem „speziellen“ Politiker, mit einer sehr rechten politischen Einstellung und nach sehr fragwürdigen (*beschissenen*) Aussagen an einem Weiher die Klamotten geklaut und plötzlich regt sich das Internet auf. Aber es sind nicht nur von politisch Gleichgesinnten, von diesem Politiker, die sich aufregen, nein es sind meist sogar seine Gegner. Da plädieren Journalisten und Zeitungsverantwortliche plötzlich dafür, dass es ja absolut unmöglich sei, dass Bild, was von diesem Politiker in seiner Badehose existiere zu teilen. Da würde man ja den Untergang unserer Gesellschaft sehen, wenn man sich über so etwas freue.
Jetzt stelle sich mal vor, dass wäre nicht Herrn Gauland passiert, sondern Frau Gauland. Lassen wir diesen Herrn mal eine Frau sein. Eine Frau, die genau die gleichen Aussagen getätigt hätte. Eben einfach Herr Gauland als Frau. Was denkt ihr, was dann passiert wäre? Hätten sich diese weißen (meist älteren) Männer, dann genauso „stark“ gemacht, oder hätten wir dann vielleicht Überschriften und Tweets gelesen wie „Was sonst unter Kostümen verdeckt wird.“ oder „Gauland präsentiert Figur“. Ich würde dieses Experiment zu gerne machen, denn ich bin mir sicher, dass zumindest der Großteil, dieser kleinen weißen Ritter sich dann genauso zu Wort gemeldet hätten oder aber es einfach ignoriert hätten.

Kaffeeduft
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Kaffeeduft

Noch während ich mich durch das Bett wälze und versuche meine Gedanken zu ordnen, rieche ich den schweren Kaffeeduft. Der Duft wabert von irgendwoher aus dieser mir fremden Wohnung zu mir und meinen wirrend Gedanken. Er muss also da sein und hat sich nicht aus dem Staub gemacht. Wäre ja irgendwie auch komisch gewesen, denn immerhin sind wir in seiner Wohnung gelandet und aus der eigenen Wohnung fliehen, hat noch weniger Stil als aus einer fremden. Nicht, dass ich nicht schon mich aus einigen fremden Wohnungen materialisieren wollte, aber noch nie aus meiner eigenen.

Der Kaffeeduft holt mich zurück. Ich strecke mich und überlege was ich als nächstes machen soll. Soll ich dem Duft nachgehen, aber was ist, wenn er gar nicht von einem Kaffee stammt, der für mich bestimmt ist? Dann würde ich eine sehr peinliche Situation heraufbeschwören. Also lieber liegen bleiben? Würde ich zwar gerne, aber da hat meine Blase etwas dagegen.

Langsam schäle ich mich aus der Decke und lasse – mit ein bisschen Wehmut – die unglaublich bequemen Kissen zurück. Noch während ich wenigstens ein paar meiner Klamotten auf dem Boden suche höre ich ein verräterisches Klappern. Hier wird nicht nur Kaffee gemacht, sondern auch gekocht. Für mich?

So leise wie mir nur irgendwie möglich öffne ich die Tür und gleite durch den entstandenen Spalt. Sofort wird der Duft nach Kaffee stärke und ich rieche nicht nur ihn. Zu dem sehr angenehmen schweren Duft nach frisch gemahlenen Kaffee begibt sich noch eine Note von Toast und gebratenen Eiern. Noch ehe mein Gehirn irgendetwas entscheiden kann, wandern meine Füße schon in die Richtung aus der der Duft kommt.

Da steht er. In Boxershorts und mit dem Rücken zu mir. Ganz vertieft und mit Kopfhören auf dem Kopf steht er da. Sein linkes Bein wippt im Takt, zur mir verborgenen Musik, und er sieht – was ich von seinem Rücken aus sagen kann, sehr zufrieden aus. Gekonnt schwingt er die Pfanne, danach schenkt er den Kaffee ein und stellt ihn auf ein Tablett, welches mir bis jetzt noch gar nicht aufgefallen ist. Das Tablett könnte auch locker in einem 5 Sterne Hotel serviert werden. Eine wahnsinnige Auswahl an Zutaten begrüßt mein morgendlich zerdelltes Gesicht und lässt meinen Magen vergnügt aufknurren.

Ob ihn das Knurren aus der Musik holt, oder ob es etwas anderes ist, das weiß ich nicht. Er dreht sich um und grinst mich lässig an.

„Guten Morgen schöne Frau.“

„Guten Morgen“ (oh wow – meine Kommunikationsfähigkeit am Morgen ist einfach phänomenal.)

„Na Lust auf ein Frühstück? Ich wusste nicht was du genau magst, daher bin ich gerade noch einkaufen gewesen und habe alles gekauft, was man so frühstücken kann.“

„Wow.“ (Ob, es noch geistreicher wird, was heute aus meinem Mund kommt?)

Er schwänkt nochmal das Ei in der Pfanne, stellt sie dann behutsam ab und kommt auf mich zu. Langsam und vorsichtig nähert er sich mir und legt seine Hände auf meine Hüften. Dafür, dass wir gestern sehr intim waren, ist er jetzt wirklich vorsichtig und scheint mit seinen Augen zu fragen, ob ein Guten-Morgen-Kuss denn ok sei. Ich stelle mich auf die Zehenspitzen, lege meine Arme um seinen Hals und ziehe ihn ganz sanft an mich. Was folgt ist keinesfalls ein mega romantischer, ich muss mein Bein, wie eine Hollywood Schauspielerin heben, Kuss, aber er ist verdammt gut.

Lächelnd löst er sich von mir, streicht mir noch über die Wange und wendet sich dann wieder dem Frühstück zu. Ein bisschen hilflos stehe ich in der kleinen Studentenküche, die so unglaublich viel Charm ausstößt und einem einfach nur das Gefühl gibt willkommen zu sein. Ohne sich zu mir umzudrehen erklärt er mir, wo alles in der Küche steht, damit ich den Tisch decken kann.

Gemeinsam machen wir uns ans Werk und treffen die Vorbereitungen für unser erstes gemeinsames Frühstück, das genauso ungeplant ist, wie alles bisher. Während ich den Tisch decke und diese fremde Küche nach Besteck absuche kann ich meinen Gedanken wieder nachhängen. Macht er so etwas öfter? Vielleicht. Was wird das hier? Wird es mehr? Ich kenne ihn doch gar nicht wirklich.

Und auch wenn es vielleicht nicht für immer ist, dann ist es zumindest für den Moment. Und den werde ich genießen.

Gegenteil
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Gegenteil

Man sagt ja immer „Gegenteile ziehen sich an“.
Aber gibt es von einem Teil immer nur ein Gegenteil, oder passen zu einem Teil vielleicht viel mehr als nur dieses eine bestimmte.
Ist immer alles schwarz- weiß oder sind auch Graustufen und sogar Farben möglich?

Was zum Beispiel ist das Gegenteil von überflüssig?
Ist das unterhart? Oder unterfest? Oder hat überflüssig gar kein Gegenteil?

Aber ist es so wichtig ein Gegenteil zu haben? Hält uns ein Gegenteil im Gleichgewicht? Ist ein Gegenteil der Deckel zu unserem Topf oder ist es eher ein Topfuntersetzer, damit der Tisch nicht verbrennt?

Und dann heißt es wieder Gleich und Gleich gesellt sich gern. Kann man es also vielleicht gar keiner Theorie recht machen? Sollte man überhaupt versuchen es irgendeiner Theorie recht zu machen oder sollten wir vielleicht endlich mal damit beginnen, dass zu suchen und zu wollen, was wir wirklich wollen und nicht was uns eine Gesellschaft vorschreibt zu wollen?

Fragen über Fragen und so wirklich beantworten kann sie keiner.

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18 Pläne für 2018 inspired by Luiseliebt

Zuerst entdeckte ich sie auf YouTube. Folgte ihren Vlogs und fand ihre Persönlichkeit super spannend. Natürlich schaut man dann auch auf dem Blog vorbei. Dort hat sie mich dann richtig gefangen, denn Marie Luise vom Blog Luiseliebt weiß, wie man mit Worten umgeht. Sie spielt damit, benutzt sie leise und kann sie einem auch laut ins Gesicht schmettern. Ich schätze sie für ihre Ehrlichkeit und ihre authenthische Blogposts und Videos. Gestern bin ich dann über ihren Post 18 Pläne für 2018 gestolpert und fand diesen super inspirierend. Da ich gerade sowieso dabei bin mein Bullet Journal neu aufzusetzen (das funktioniert dank Jasmin von Tea & Twigs und ihren super hilfreichen Bullet Journal Videos auch super) habe ich mir gedacht, ich packe diese Liste mit in mein Bullet Journal und zeige sie euch. Hier also meine 18 Pläne für 2018
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Abendroutine sind mir wichtig
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Abendroutine sind mir wichtig

Für mich geht es jetzt dann gleich ins Bett, doch bevor ich mich schlafen lege und noch mit den Hunden raus gehe (wobei das Wetter einen gerade echt dazu verführt sich drinnen zu verkriechen) schreibe ich noch eine Seite (oder mehr). Das ist sozusagen meine #eveningroutine und ich liebe sie. Ich merke dadurch richtig wie ich kreativer werde und mein Hirn auch besser abschalten kann, denn ich „zwinge“ mich dazu, mich vor dem ins Bett gehen nochmal anzustrengen und danach kann dann mein Kopf wirklich abschalten. Momentan schwirrt dort eh einiges rum, denn ich stecke gerade mitten in meiner Bachelorarbeit und arbeite auch am Launch meines neuen Blogs. Ihr seht also, Kreativität ist gefragt.

Abendroutine sind mir wichtig

Und plötzlich wo anders - #WritingFriday Januar
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Und plötzlich wo anders – #WritingFriday Januar

Einen neuen Blog entdecken und dann auch sofort eine neue Challenge auf diesem Blog finden. Besser geht es doch gar nicht, oder? Genauso ging es mir letzte Woche, als ich über den Blog read books and fall in love. Dort gibt es seit Januar die #WritingFriday Challenge. Alle Infos zur Challenge gibt es auf dem Blog und macht doch einfach mit, wenn ihr auch mehr schreiben wollt und das gemeinsam mit anderen Bloggern zusammen. Ich finde die Idee auf jeden Fall grandios.
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