Liebesleben – #BriefanmeinLeben

*Das Buch wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt*
Das Buch Liebesleben von Helmut Treubel ist kein normaler Roman. Es ist ein Buch das mich sehr zum Nachdenken gebracht hat und auch berührt hat. Ich habe für das Lesen einer Seite deutlich länger gebraucht als bei einem üblichen Roman, denn wie schon gesagt es ist eigentlich kein Roman – also zumindest würde ich das Buch nicht als klassichen Roman sehen. Ich war wirklich gespannt, als ich für die Bloggeraktion rund um das Buch ausgewählt wurde. Es ist keine typische Buchparade oder eine Buchvorstellung, sondern etwas viel persönlicheres, denn jeder teilnehmende Blogger schreibt einen Brief an sein Leben.
Hier findest Du jetzt meinen Brief, wenn Du möchtest, dann schreibe doch auch deinen ganz eigenen Brief an dein Leben. Übrigens erwartet Dich am Ende meines Briefes noch ein tolles Gewinnspiel zum Buch Liebesleben.

Liebes Leben,
hallo Du. So direkt habe ich noch nie zu dir „gesprochen“. Irgendwie ein komisches Gefühl und dabei verbringen wir doch bald schon 25 Jahre gemeinsam. Diese 25 Jahre waren geprägt von Liebe, Wut, Schmerz, Enttäuschungen, Glück und allen möglichen anderen Gefühlen. Du, mein liebes Leben, du bist durchaus lebenswert, auch wenn es wirklich nicht immer einfach war. Als ich mit 10 Jahren von einem auf den anderen Tag aus meinem gewohnten Umfeld gerissen wurde und fast 400 km wegziehen musste warst Du zum Beispiel ganz schon scheiße. Ja ok, dafür konntest Du direkt nichts, aber du bist nun mal mein Leben und mein Leben empfand ich damals als nicht schön. Ich war hin- und hergerissen. Einerseits fand ich es toll, dass ich endlich bei meinem Vater leben konnte, andererseits habe ich alles zurück gelassen was ich bisher kannte. Ich wohnte nicht mehr bei meiner Mutter, nicht mehr in der Stadt und all meine Freundinnen hatte ich auch nicht mehr. Und ja ich stellte mir die Frage „bin ich liebenswert?“.


Wenn ich so tief in mir drinnen lebe, dort verharre, könnte ich mir sehr leicht wünschen, etwas zu finden, das sich zu mir hinab begit, aber ich will nicht verstanden werden, nur weil mich früher keiner verstand.

Quelle: „Liebesleben“ Helmut Treubel Seite 91

Denn wenn man von einem Tag auf den anderen nicht mehr daheim wohnt, dann stellt man sich diese Frage. Es dauerte wirklich lange bis ich wieder das Gefühl hatte geliebt zu werden und so schnell ich es gefunden hatte, so schnell war es dann später auch wieder weg.
Ich hatte eine schöne Kindheit, oder zumindest keine sonderlich schwere, dafür war meine Jugendzeit geprägt durch Zweifel – an mir und an anderen.
„Kann ich lieben?“
Heute – mit 24 Jahren – kann ich diese Frage mit ja beantworten. Noch vor 8 Jahren hätte ich nein gesagt, oder zumindest gesagt ich weiß es nicht. Ich war verletzt worden, hintergangen und du mein liebes Leben warst wieder nicht sonderlich nett zu mir. Es war eine sehr lange Talfahrt und diese Talfahrt hat mich geprägt und zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin und dafür Leben danke ich dir. Denn ohne diese Erfahrungen – so schmerzlich sie auch waren – wäre ich nicht der Mensch der ich heute bin. Ich habe gelernt, dass es nicht wichtig ist zu jedem und allem immer ja zu sagen und das andere Menschen auch mal ein nein von mir aktzeptieren müssen. Ich war super lange unglücklich und habe dich sehr belastet in dem ich zu jedem immer ja gesagt habe und mich hinter jeden anderen gestellt habe.
Mittlerweile weiß ich, dass ich um dich und mich glücklich mache in dem ich an mich selber glaube und dafür einstehe, was ich möchte und mich auch mal vor andere stelle.


Immerhin war so viel Liebe in mir gewesen, dass ich sie fühlte. Das war mehr, als wenn sie niemand gefühlt hätte.

Quelle: „Liebesleben“ Helmut Treubel Seite 206

Der Wunsch geliebt zu werden

Ach liebes Leben, was haben wir schon durchgemacht, weil ich dachte es wäre richtig jedem nach der Nase zu tanzen. Ich habe mich verbogen und eingeengt und dadurch, dass ich mich eingeengt habe, habe ich dich eingeengt und das tut mir leid. Der Wunsch geliebt zu werden war so groß und ich habe mich so klein gemacht. Aber weißt Du was! Dank den ausgewählten Menschen, die ich für mich als sehr wichtig empfinde, habe ich gelernt auch mal auf uns zu schauen. Auf dich und auf mich. Ich habe gelernt, dass ich auch geliebt werde, wenn ich mich an die erste Stelle setze – natürlich nicht immer – aber dass ich eben auch mal an mich und dich denken soll und mal mit dem Herzen entscheiden kann ohne dass die Welt in 10000 Stücke zerbricht.
Ich habe also gelernt, dass ich auch geliebt werde, wenn ich ich bin und dich dich sein lasse und dieses Wissen und Gefühl kann mir keiner mehr nehmen.

Mein Feind in mir war noch ängstlicher als ich, schienh mir, aber er bliebt immer gleich.

Quelle: „Liebesleben“ Helmut Treubel Seite 117

Ich wünsche dir mein liebes Leben noch ganz viele wunderbare Jahre, ich hoffe wir können gemeinsam weiter wachsen und lernen und die Träume verwirklichen, die wir verwirklichen wollen.

Tschüss und ich glaube ich schreibe dir jetzt öfter,
deine Anna.


Hier geht es weiter

Morgen findest Du den nächsten Brief bei Claudia und ihrem Blog Zwinkerlings Bibliothek.

Zur Facebookveranstaltung kommst du hier.
Die Rezension zum Buch erscheint demänchst und dann werde ich sie natürlich hier verlinken.


Gewinnspiel

Das Gewinnspiel läuft vom 1.11 bis zum 14.11 um 23:59 Uhr.
In dem Gewinnpaket findest Du:

    Das Buch Liebesleben
    Tasse
    Postkarte
    Lesezeichen
    Filz-Schlüsselbund

Bedingungen:
Beantworte bitte die Frage „Ich liebe mein Leben, weil …“
Der Autor würde sich über ein Like auf seiner Facebook-Seite freuen.
Teilnehmen kannst Du, wenn Du in Deutschland oder Österreich wohnst. Die Gewinner werden in einem extra Beitrag auf meinem Blog bekannt gegeben. Sollte nach 7 Tagen keine Kontaktaufnahme per E-Mail an rebecca.resch@mainwunder.de erfolgen, wird der Gewinn erneut ausgelost. Ausgelost wird am 15.11.
Achtung: Es gibt bei der ganzen Veranstaltung (auf allen Blogs zusammen) insgesamt 1 Paket zu gewinnen.

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